März 11

Value Investing: From Graham to Buffett and Beyond – Book Review

Books

0  comments

Ich habe kürzlich die Lektüre über Value Investing: From Graham to Buffett and Beyond von Greenwald, Kahn, Sonkin und van Biema gelesen.

Als Referenz ist Co-Autor Bruce Greenwald Professor an der Columbia's Graduate School of Business (die beste Business School der Welt für Value Investing und die Alma Mater von Benjamin Graham und Warren Buffett) und eine herausragende Autorität auf dem Gebiet des Value Investing sowie der Co-Autor Paul Sonkin. Er ist als Portfoliomanager bei Gabelli Funds beschäftigt (die Firma des berühmten Value Investors Mario Gabelli).

More...

Von allen Büchern zum Thema Value Investing, die ich gelesen habe, ist Value Investing: From Graham to Buffett and Beyond* das Bekannteste. Es vermittelt mit Sicherheit den umfassendsten Überblick über das Thema. Ich würde es als eine notwendige Ergänzung im Bücherregal eines jeden beginnenden oder auch fortgeschrittenen Value Investors einordnen.

Allerdings denke ich, dass der Umfang des Buches (und seine relativ kurze Länge - knapp 300 Seiten) die Fähigkeit der Autoren einschränkt, bestimmte Themen (z.B. die verschiedenen Bewertungsmethoden) adäquater zu erklären. Des Weiteren fand ich die Profile der Value Investoren in Teil III überhaupt nicht gut gelungen. Leider ist dieses Buch zurzeit nur als englischsprachige Ausgabe verfügbar!

Auf jeden Fall gebe ich 4 von 5 Sternen.

Für Interessierte gibt es hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts von Value Investing: From Graham to Buffett and Beyond (aus den Seiten 14-16 des Buches selbst):

Part I: An Introduction to Value Investing

1 – Value Investing: Definitions, Distinctions, Results, Risks, and Principles

2 – Searching for Value: Fish Where the Fish Are

Kapitel 2 beschreibt geeignete Suchstrategien für Value Investoren. So wie Geologen, die auf der Suche nach Öl, Gold oder anderen wertvollen Ressourcen sind, Modelle erstellt haben, die angeben, auf welche Art von Gelände ihre Bohrungen am ehesten lohnt. Den gleichen Ansatz haben auch Value Investoren entwickelt, um Gebiete mit potenziell reichen Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren. Wir erklären, warum bestimmte Arten von Wertpapieren mit größerer Wahrscheinlichkeit unterbewertet sind als der Markt als Ganzes und wie diese Wertpapiere identifiziert werden können.

Part II: Three Sources of Value

3 – Valuation in Principle, Valuation in Practice

In Kapitel 3 wird die eigentliche Bewertung erörtert. Das Buch untersucht den Standardansatz zur Bewertung - die Discounted-Cashflow-Analyse - und zeigt die gravierenden Mängel auf, die mit der Anwendung dieser Methode verbunden sind. Das Buch bietet dann einige Alternativen, die ursprünglich von Graham und Dodd vorgestellt wurden. Die erste besteht darin, die Aktiva eines Unternehmens zu bewerten, indem man mit den Jahresabschlüssen beginnt und dann bestimmte Aktiva an ihren wahren wirtschaftlichen Wert anpasst, d.h. an die Kosten ihrer Reproduktion zu aktuellen Preisen. Der naheliegende Kandidat für ein wünschenswertes Wertpapier ist eine Aktie, die unter den Reproduktionskosten ihres Umlaufvermögens - Bargeld, Forderungen, Vorräte - verkauft wird, nachdem alle Verbindlichkeiten bezahlt wurden. Dies sind Benjamin Grahams berühmte Net-Net-Aktien und obwohl es während der Depression einfacher war, sie zu finden als heute, können solche Gelegenheiten gelegentlich gefunden werden.

Eine zweite Möglichkeit, den inneren Wert des Unternehmens zu berechnen, besteht darin, die Ertragsströme über einen Zeitraum von Jahren zu untersuchen und abzuschätzen, wie viel das Unternehmen im Durchschnitt über den Verlauf eines Konjunkturzyklus verdienen sollte. Die Kennzahl sollte einer marktüblichen Rendite auf den inneren (Reproduktions-)Wert des Vermögens entsprechen. Wenn die Erträge wiederholt über diese Norm hinausgehen, kann das Unternehmen eine Ertragskraft haben, die einen höheren inneren Wert als das bereinigte Nettovermögen unterstützt. Diese Situationen sind nicht häufig, aber sie sind viel weniger selten als die Graham-Net-Nets. Schließlich, aber nur bei den seltenen Unternehmen, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil besitzen, muss das profitable Wachstum des Unternehmens in die Bewertung einbezogen werden.

4 – Valuing the Assets: From Book Value to Reproduction Costs

Kapitel 4 enthält eine ausführlichere Diskussion und ein reales Beispiel dafür, wie ein Unternehmen auf der Grundlage der Reproduktionskosten seiner Vermögenswerte bewertet werden sollte.

5 – Earnings Power Value: Assets Plus Franchise

Kapitel 5 stellt eine Methode zur Analyse des Ertragskraftwertes dar. Damit ein Unternehmen nachhaltig mehr als eine durchschnittliche Rendite auf sein bereinigtes Vermögen erwirtschaften kann, muss es über ein Franchise verfügen, das einen besonderen und zu verteidigenden Wettbewerbsvorteil darstellt. Das Buch erläutert die ökonomischen Grundlagen dieser Wettbewerbsvorteile und zeigt, wie man eine Franchise erkennt sowie wie man die Wertpapiere in der jeweiligen Situation, in den sich eine Franchise befindet, bewertet.

6 – A Wonderful Little Franchise: The Earnings Power of WD-40

Kapitel 6 wendet diese Analyse auf die jüngere Geschichte eines Unternehmens mit einer Franchise an.

7 – Inside Intel: The Value of Growth within the Franchise

Kapitel 7 befasst sich mit dem am wenigsten zuverlässigen Bestandteil der Bewertung: dem Wert des Wachstums. Die Wall Street liebt Wachstum, und Unternehmen lieben es, zu wachsen; dies ist ein Match made in heaven. Manager gewinnen an Anerkennung und Macht; sie haben mehr Positionen zu besetzen und können großzügig befördern; die Budgets wachsen; Corporate Jets sind im Überfluss vorhanden. Wachstum bedeutet einen Aufstieg in der Klasse. Das Problem ist, dass das meiste Wachstum nicht profitabel ist, in dem entscheidenden Sinne, dass Geld übrig bleiben muss, nachdem das zusätzliche Kapital, das für das Wachstum benötigt wird, kompensiert worden ist. Das einzige profitable Wachstum ist das Wachstum innerhalb der Franchise. Dies ist schwer zu erreichen, und Value Investing als Disziplin versucht, den Investor dagegen zu impfen, für Wachstum außerhalb der Franchise oder für Franchise-Wachstum, das vielleicht nie zustande kommt, zu bezahlen. Für Value Investoren, die entschlossen sind, Wachstum zu kaufen - und die bereit sind, dafür zu bezahlen - beschreibt dieses Kapitel Ansätze, die das Growth Investing in einen Wertrahmen stellen und so helfen, sich vor dem Sirenengesang der endlos steigenden Gewinne zu schützen. Der Rahmen stellt die Geschichte von Intel als Unternehmen und als potenzielles Investment dar.

8 – Constructing the Portfolio: Risk, Diversification, and Default Strategies

Kapitel 8 zeigt, wie Value Investoren Portfolios konstruieren, um das Risiko über die Sicherheitsmarge für einzelne Wertpapiere hinaus zu reduzieren. Es gibt Zeiten, in denen Mr. Market so euphorisch ist, dass er für alles, was er besitzt, einen hohen Preis verlangt. Value Investoren müssen einfach nein sagen und abwarten können, bis Mr. Market zur Vernunft kommt - oder besser, bis er so sauer und negativ wird, dass er sich von allem zu einem Schnäppchenpreis trennen wird. Gleichzeitig braucht jeder Value Investor eine Standardposition für Fonds, die kein Value-Zuhause gefunden haben. Die Standardposition hängt von den Standards ab, an denen der Anleger gemessen wird, und von anderen Umständen, die je nach Situation variieren. Das Buch stellt einige alternative Standardstrategien vor.

Part III: Value Investing in Practice – Profiles of Eight Value Investors

In Teil III untersucht das Buch die unterschiedlichen Ansätze von acht Value Investoren. Einige von ihnen sind bekannt, andere sind nur für Value Investoren bekannt. Für die meisten von ihnen bietet das Buch ein oder zwei Live-Fälle, um zu zeigen, wie Sie Ihre Methoden konkret umsetzen. Die Autoren sind der Meinung, dass Value Investing eine echte akademische Disziplin ist, die eng mit der Wirtschafts- und Finanztheorie verbunden ist. Aber es ist auch eine Möglichkeit, echtes Geld zu investieren und als solches werden die Argumente durch Ergebnisse am Markt getestet.

9 – Warren Buffett: Investing is Allocating Capital

10 – Mario Gabelli: Discovering and Unlocking the Private Market Value

11 – Glenn Greenberg: Investigate, Concentrate, and – Watch That Basket

12 – Robert H. Heilbrunn: Investing in Investors

13 – Seth Klarman: Distress Sellers, Absent Buyers

14 – Michael Price: Discipline, Patience, Focus, and Power

15 – Walter and Edwin Schloss: Keep It Simple, and Cheap

16 – Paul D. Sonkin: Small Is Beautiful, Especially When It’s Ugly

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Bitten teilen Sie ihn über einen der obenstehenden Buttons oder melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an!​

Bildquelle: Quelle: iStock.com/bee32


Tags

Benjamin Graham, Books, Warren Buffett


You may also like

Was ist ein Indexfonds & Was ist ein ETF?

Was ist eine Aktie und was ist eine Anleihe?

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Tragen Sie sich für den Newsletter ein!

>